Behördenfachtagung 2009 in Visp
Vormittag
Nachmittag
Abklärung, Entscheidfindung und Fallaufnahme: Über die Zusammenarbeit von Vormundschaftsbehörde und Mandatsträger(inne)n
Praxisgespräch anhand zweier Fallbeispiele (Kindes- und Erwachsenenschutz) mit ausgewählten Vertiefungsfragen
Tagesmoderation:
- Anne-Maria Furrer, dipl. Sozialarbeiterin FH, SMRZ Visp
- Sandra Schnydrig, dipl. Sozialarbeiterin FH, SMRZ Brig
Die Behördenfachtagung 2009 eröffnete um
„Ich erhoffe mir, dass ich heute Informationen über das Vormundschaftsgesetz erhalte. Ebenfalls interessiert es mich, wie dieses in der Praxis angewendet wird.“
„Ich habe grosse Erwartungen an den Referenten Herr Georges Köpfli und freue mich auf die anschliessende Diskussionsrunde.“
„Die Zusammenarbeit ist anders, wenn man sich persönlich kennt.“
„Ich nutze diesen Tag um mein Netzwerk auszubauen.“
„Im Themengebiet der Vormundschaft kenne ich mich noch nicht so aus. Ich hoffe viel zu diesem Thema zu lernen, weil es mich interessiert.“
Pünktlich um
Nach der Begrüssung durch Marc Kalbermatter, Zentrumsleiter des SMRZ Visp, übergab er das Wort an die Staatsrätin Frau Esther Waeber-Kalbermatten, die Vorsteherin des Departements für Sicherheit, Sozialwesen und Integration. Sie sprach über das neue Gesetz des Kinder- und Erwachsenenschutzes, welches ab
Im nächsten Teil durften wir Georges Köpfli, Mitglied der Geschäftsleitung der SKOS begrüssen. Dieses Referat handelte von der Armut in der Schweiz, der Sozialen Sicherheit und von der Sozialhilfe. Referat vom Vormittag zum Thema Armut in der Schweiz, Soziale Sicherheit und Sozialhilfe. Erwachsenenschutzmassnahmen des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB). Kreisschreiben des Bundesgerichts vom 18.05.1914 zum Entmündigungsverfahren
„Wem Geld gebricht und der arm ist in
dieser Frist,
der wird veracht, verspott, verlacht von
jedermann,
ein armer Gspan, das er nit Geld erwerben
kan.“
Alte Inschrift am Türbogen im Rathaus Basel, Departement Fürsorge
Mit diesem Zitat eröffnete Herr Köpfli seinen Vortrag. Es weist auf die Bilder der Armut hin und widerspiegelt den Zeitgeist. Bilder über Amut in unseren Köpfen. Armut heisst, in vielen Teilen des Lebens benachteiligt sein. In Armut leben heisst mehr als knappe finanzielle Mittel haben.
„Die Überwindung der Armut
ist kein Akt der Barmherzigkeit
sondern
ein Akt der Gerechtigkeit“
Nelson Mandela
Öffentlichkeitsarbeit ist in der Sozialarbeit sehr wichtig. Man muss ein positives Bild der Sozialarbeit vermitteln. Transparenz ist wichtig. Die Bevölkerung muss wissen, dass es für die Sozialhilfe Regeln und Richtlinien gibt. Die Sozialhilfe wird nicht auf ungefähr ausbezahlt.
Wir sollen uns als Sozialarbeiter immer die Frage vor Augen haben: „Ermöglichen wir den Sozialhilfeempfänger das Leben, dass wir uns wünschen würden?“
Herr Köpfli machte nach seinem Referat den Übergang zum World-Café. Es gab Raum für die Auseinandersetzung und Vertiefung mit der Thematik Sozialhilfe und Armut in der Schweiz. An verschiedenen Tischen gab es Fragen, welche man gemeinsam diskutieren konnte und die Anwesenden konnten auf den Flipcharts ihre Meinung dazu äussern. Fragen für die Diskussion zum Thema Armut in der Schweiz, Soziale Sicherheit und Sozialhilfe.
Nach dem World-Café assen die meisten Teilnehmer zusammen das Mittagessen. Dies bot Raum für weitere Diskussionen.
Am Nachmittag setzte Herr Kurt Affolter, lic. iur. Fürsprecher und Notar die Tagung mit seinem Referat fort. Er sprach über die Zusammenarbeit von Vormundschaftsbehörden und Mandatsträger(inne)n. Referat zum Thema Erwachsenenschutzbehörde und Mandatsträgern. Verfahren zur Übertragung vormundschaftlicher Massnahmen. Die Anhörung im vormunschaftlichen Verfahren vom Institut für angewandtes Sozialrecht. Informationelle Amtshilfe.
Im Anschluss an sein Referat beantwortete Herr Kurt Affolter die Fragen aus dem Publikum.
Im letzten Teil seines Referats präsentierte er uns ein Fallbeispiel aus dem Bereich des Kindesschutzes. Fallbeispiel 2 Kindesschutz Fallbeispiel 1 Erwachsenenschutz. Zu dieser Thematik sprach er über das Jugendgesetz und vor allem über Kinderschutzmassnahmen. Kindesschutzmassnahmen des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB). Die Lösung des Fallbeispiels erfolgte interaktiv. Nach verschiedenen Vorschlägen aus dem Publikum stellte Herr Affolter seinen möglichen Lösungsvorschlag vor. So konnte der Bezug zur Praxis hergestellt werden.
Am Ende eines lehrreichen Tages zog Marc Kalbermatter, Zentrumsleiter SMRZ Visp ein Fazit. In diesem liess er die Eindrücke des Tages noch einmal Revue passieren. Videoaufnahme Teil 1. Videoaufnahme Teil 2. Sozialarbeit sollte transparent sein und somit mehr im Kontakt mit der Öffentlichkeit stehen. Eine gute Zusammenarbeit und somit ein regelmässiger Kontakt zwischen allen Beteiligten ist wichtig und fördert eine positive Beziehung zwischen Behörden und den Sozialdiensten.
Am Ende der Tagung wurden die Gäste zu einem Apéro eingeladen. Was nahmen diese aus der Tagung mit?
„Der Morgen war sehr interessant und leicht verständlich.“
„Ich bin auf das zukünftige Vormundschaftsgesetz im Jahr 2013 gespannt.“
„Für mich ist die Vernetzung der SMZ’s, Vormundschaftsbehörden und anderen Partnern sehr wichtig.“
„Man soll sich nicht von der Dynamik eines Systems blenden lassen.“
Informative und nützliche Literatur und Websites
Literaturhinweise von Herr Köpfli
Literaturhinweise von Herr Affolter
http://kompass.smz-vs.chhttp://kompass.smz-vs.ch
Hier finden Sie diverse Informationen über die Sozialmedizinischen Zentren
Oberwallis.
SKOS (Schweizerische Konferenz der öffentlichen Sozialhilfe): Informationen über
Sozialhilfe, die SKOS-Richtlinien, Publikationen, Forschungsberichte,
Veranstaltungen, usw.
Vereinigung Schweizerischer Amtsvormundinnen und Amtsvormunde.
Offizielle Website des Kantons Wallis. Hier finden Sie alle notwendigen Formulare.
Danke
für Ihr Interesse, Ihr Engagement und
die kooperative Zusammenarbeit
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialmedizinischen Zentren Oberwallis.
Visp,